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Sanierung Fohrbach

Das Schwimmbad Fohrbach ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Am 4. Juli 2020 hat die Gemeindeversammlung einen Projektierungskredit von 1,5 Millionen Franken für die Sanierung genehmigt. Aktuell läuft die Erarbeitung der Ausschreibungsunterlagen und Verfahrensbegleitung. Als Ergebnis der Projektierung wird ein Bauprojekt vorliegen, über das die Zolliker Stimmberechtigten voraussichtlich im 2022 abstimmen können.

Nachfolgend ein Überblick über die einzelnen Schritte zur Sanierung des Schwimmbades Fohrbach.

Vorgeschichte
2016 und 2018: Abklärungen und Vorstudie
2019: Projektierungskredit 2019 wird gestrichen
2020: Gemeindeversammlung bewilligt Projektierungskredit
2022: Voraussichtliche Urnenabstimmung
Ziele der Sanierung

Vorgeschichte: Das Schwimmbad Fohrbach 1972 - heute

Das Schwimmbad Fohrbach wurde nach dreijähriger Bauzeit im Jahr 1972 eröffnet. Die Grundstruktur der Anlage blieb bis auf die Erweiterung der Lehrschwimmhalle (1991 bis 1993) und dem Anbau des Wellnessbeckens mit der dazugehörigen Holzschnitzelheizung (2004 bis 2005) bis heute praktisch unverändert. In den letzten Jahren wurden folgende Bereiche und Gebäudeteile saniert und optimiert:

  • Schwimmbadgarderoben (2015)
  • Gebäudeteil mit Personalräumen, Gruppengarderoben und Saunaanlage (2017)
  • Eingangsbereich (Sanierung nach Brandfall Anfang 2017)

Der Rest der Anlage wurde während all der Betriebsjahre nicht umfassend erneuert, weshalb ein Grossteil der Anlage seine Lebensdauer erreicht oder überschritten hat. Der Unterhaltsaufwand, um das Schwimmbad weiterhin in Betrieb zu halten, steigt aufgrund substanzrelevanter Schädigungsmechanismen kontinuierlich an.

Sowohl das Bauwerk als auch die gesamte Haustechnik inkl. Badwassertechnik weisen einen Erneuerungsbedarf auf. Im Zuge von Sanierungsmassnahmen besteht ein erhebliches Potential zur Optimierung der Anlage und des Betriebs. Die Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit des Schwimmbads Fohrbach kann durch Wärmedämmung und -rückgewinnung bei den technischen Anlagen deutlich verbessert werden. Bauliche Massnahmen ermöglichen eine effizientere Gestaltung des Betriebskonzepts sowie eine Optimierung des Kostendeckungsgrads.

2016 und 2018: Abklärungen und Vorstudie

Um einen ersten Gesamtüberblick zu erhalten, wurde im Jahr 2016 in einer ersten Phase eine Studie in Auftrag gegeben. Die Studie zeigte auf, welcher Handlungsbedarf besteht und enthält eine erste grobe Kostenschätzung. Die Instandhaltung (Unterhalt im laufenden Betrieb) war nicht Bestandteil dieser Betrachtung. Die Kostenermittlung der gebundenen und ungebundenen Massnahmen erfolgte auf Basis von Erfahrungswerten oder teilweise aus Richtpreisen von Unternehmern. Den einzelnen Massnahmen liegt keine Studie oder Projekt zugrunde.

In einer zweiten Phase haben im Jahr 2018 mittels einer Vorstudie vertiefte Abklärungen stattgefunden. Der Bericht findet sich weiter unten unter den Publikationen.

2019: Projektierungskredit 2019 wird gestrichen

Aufgrund dieser Bestandesaufnahme und der Vorstudie sah der Gemeinderat für das Budget 2019 einen Projektierungskredit von 1,5 Mio. Franken vor. Dieser wurde an der Gemeindeversammlung im Dezember 2018 auf Antrag der Rechnungsprüfungskommission jedoch gestrichen.

Nach Ergänzung der vorliegenden Informationen durch ein gemeindeinternes Projektteam lud der Gemeinderat im Frühling und Sommer 2019 zu zwei Orientierungsveranstaltungen mit Vernehmlassung für die Anspruchsgruppen (Parteien, RPK und Vereine) sowie für die Bevölkerung ein, um die verschiedenen Szenarien zu präsentieren. Die eingegangenen Stellungnahmen zeigten übereinstimmend, dass eine Weiterführung des Schwimmbads Fohrbach von weiten Teilen der Bevölkerung gewünscht wird und eine Sanierung der Anlagen breit abgestützt ist. Insbesondere wurde von keiner Seite ein Rückbau oder der ausschliessliche Weiterbetrieb als Schulschwimmanlage gefordert.

Juli 2020: Gemeindeversammlung bewilligt Projektierungskredit

Gestützt auf diese Antworten aus den Vernehmlassungen favorisierte der Gemeinderat die Variante der 1:1-Sanierung von 32,4 Mio. Franken. Das Bad soll instandgesetzt, aber ansonsten nicht verändert werden. Die Sanierung würde etappiert, sodass kein längerer Betriebsunterbruch nötig wäre. Dafür würde die Sanierung ungefähr sechs Jahre dauern.

Zur Vorbereitung einer Baukreditvorlage für die Sanierung budgetierte der Gemeinderat für das Jahr 2020 den Betrag von 1,5 Mio. Franken erneut. Der Planungskredit wurde ihm Rahmen des Budgets 2020 im November 2019 von der Gemeindeversammlung abgenommen. Der Kredit, welcher die Kosten für das Vorprojekt, das Bauprojekt, die Detailstudien, den Kostenvoranschlag sowie die Bewilligungsverfahren enthält, bewilligten die Zolliker Stimmberechtigen an der Freiluft-Gemeindeversammlung im Juli 2020.

2022: Voraussichtliche Urnenabstimmung

Als Ergebnis der Projektierung soll ein abstimmungsreifes Bauprojekt vorliegen, über welches die Zolliker Stimmberechtigten – voraussichtlich im Jahr 2022 – an der Urne entscheiden können. Für die Erarbeitung der Ausschreibungsunterlagen und Verfahrensbegleitung wurde durch den Gemeinderat ein Kredit von 60'000 Franken bewilligt. Die Arbeitsvergabe für die Verfahrensbegleitung erfolgt aufgrund des wirtschaftlich günstigsten Angebots an die Basler & Hofmann AG, Zürich.

Als öffentlicher Auftraggeber hat die Gemeinde alle Vergaben nach der Submissionsverordnung des Kantons Zürich vorzunehmen. Die Planung wird als Generalplanerleistung ausgeschrieben. Die Submission wird als Leistungsofferte im selektiven Vergabeverfahren mit Präqualifikation und anschliessendem Angebot durchgeführt.

Ziele der Sanierung

Mit der Sanierung wird der Erhalt des Schwimmbads Fohrbach in seiner heutigen Form sichergestellt. Der Ersatzbau für die Gastronomie soll nur in Betracht gezogen werden, wenn damit der Kostendeckungsgrad des Betriebs nachweislich verbessert werden kann. Die Stimmberechtigten werden in diesem Fall die Möglichkeit haben, im Rahmen der Urnenabstimmung über den Baukredit zu diesem Ersatzbau für die Gastronomie zu entscheiden. Sofern eine grosse Photovoltaikanlage nicht in die Sanierung integriert werden kann, soll darüber ebenfalls separat abgestimmt werden können.

An der heutigen Betriebsform als öffentlich-rechtlicher Betrieb (Verwaltungseinheit) soll bis zum Abschluss der Sanierung festgehalten werden. Eine Ausgliederung in eine z. B. privatrechtliche Betriebs-AG mit Aktienmehrheit bei der Gemeinde und einer Beteiligung anderer Gemeinden oder Privaten soll aber weiter geprüft werden. Ebenso wird eine betriebliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde Zumikon und der Stadt Zürich weiterverfolgt.

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