Nein zum möglichen Deponiestandort Brunnenwisen

7. Januar 2026
Der Gemeinderat Zollikon setzt sich weiterhin entschieden gegen den möglichen Deponie-standort Brunnenwisen im Zollikerberg zur Wehr.

Ende November des vergangenen Jahres gab der Zürcher Regierungsrat 19 mögliche Standorte für neue Abfalldeponien sowie die Erweiterung von drei bestehenden Deponien bekannt. Der Standort Brunnenwisen im Zollikerberg, gegen dessen Aufnahme in den kantonalen Richtplan der Gemeinderat Zollikon Einwendung erhoben hatte, ist dabei als neuer Ersatzstandort vorgesehen. In einer ersten Stellungnahme zeigte sich der Gemeinderat Zollikon überrascht (Mitteilung vom 27. November 2025).

In der Zwischenzeit hat sich der Gemeinderat vertieft mit dem Entscheid des Regierungsrats auseinandergesetzt. Wesentliche Kritikpunkte sieht er insbesondere im Umgang mit den ursprünglich klar definierten Ausschlusskriterien des Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL). Dazu gehörten unter anderem ein Mindestabstand von 100 Metern zu Siedlungsgebieten sowie die Vorgabe, dass keine Lebensräume geschützter Tier- und Pflanzenarten oder Arten der Roten Liste betroffen sein dürfen. «Beides ist beim Standort Brunnenwiesen nachweislich gegeben», hält Bauvorstand Dorian Selz fest.

Zudem nimmt der Regierungsrat zu Einwendungen von besorgten Zollikerinnen und Zollikern, lokalen Interessensvertretungen und des Gemeinderats lediglich summarisch Stellung. «In den Antworten auf die Einwendungen werden zentrale Fragen auf eine spätere Umweltverträglichkeitsprüfung vertagt», erklärt Dorian Selz: «Dieses Vorgehen erinnert an das Verschieben von Torpfosten nach Anpfiff des Spiels.»

Nächste Schritte

Der Gemeinderat Zollikon setzt sich weiterhin gegen einen Deponiestandort im Zollikerberg ein. Als Nächstes wird der Kantonsrat über die vorgeschlagenen Deponiestandorte beraten und über deren Festsetzung im Richtplan entscheiden. Das Geschäft wird vorgängig in der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt behandelt. «Der Gemeinderat wird sich bemühen, die Kommission sowie auch später den Kantonsrat sachlich und fundiert über den Standort Brunnenwisen zu informieren», erläutert Bauvorstand Dorian Selz das weitere Vorgehen. In diese Arbeiten werden auch die beiden Zolliker Kantonsratmitglieder Corinne Hoss und Sascha Ullmann einbezogen.

Mit den interessierten Personen und Gruppen, die im vergangenen Jahr an verschiedenen Runden Tischen teilgenommen haben, steht der Gemeinderat weiterhin im Austausch. Über allfällige weitere Massnahmen, um die Interessen der Zolliker Bevölkerung im Zusammenhang mit dem wichtigen Naherholungsgebiet Brunnenwisen zu schützen, wird zu gegebener Zeit informiert.

Medienmitteilung