Aufs Wasser mit Rücksicht
Was für Erholungssuchende ein Sommertag auf dem Wasser ist, kann für Tiere und Pflanzen zur Belastung werden. Die Kampagne «Aufs Wasser mit Rücksicht» sensibilisiert deshalb für ein naturverträgliches Verhalten auf den Schweizer Seen.
Besonders an warmen Sommertagen wird es auf den Schweizer Gewässern eng. Wo die Freizeitnutzung zunimmt, steigt auch der Druck auf sensible Lebensräume. Wasservögel sind auf störungsarme Rückzugsräume angewiesen. Schilfgürtel dienen als Brut- und Versteckorte, Kiesinseln und Sandbänke als wichtige Rastplätze. In Flachwasserzonen laichen Fische. Im Herbst und Winter reagieren Vogelansammlungen teilweise bereits auf Distanzen von bis zu einem Kilometer auf Störungen.
Um das Verständnis und den Respekt gegenüber Wildtieren zu erhöhen, führt der Verein «Natur & Freizeit» seit 2020 gemeinsam mit 23 Mitgliedorganisationen die Kampagne «Aufs Wasser mit Rücksicht» durch. Unterstützt wird sie von mehreren Kantonen, darunter die Kantone Zürich, St. Gallen und Schwyz am Zürichsee. Was als Pilotprojekt am Zürichsee und Genfersee begann, wird mittlerweile an zwölf Schweizer Seen umgesetzt.
Die Kampagne setzt auf vier einfache Verhaltensempfehlungen:
- Abstand halten zum Schilf: Wo immer möglich 100 Meter. Im Schilf brüten und verstecken sich viele Vögel.
- Abstand halten zu Kiesinseln und Sandbänken: Nach Möglichkeit 100 Meter oder mehr. Hier rasten und brüten viele Vögel oder suchen Nahrung.
- Grosse Distanz wahren zu Vogelansammlungen: Im Herbst und Winter keine Gewässerabschnitte mit Vogelansammlungen befahren. Störungen sind schon aus 1 Kilometer Entfernung möglich.
- Schutzgebiete respektieren: Stets ausserhalb der Grenzen bleiben. Diese sind teilweise mit gelben Bojen oder Tafeln markiert und in Karten eingezeichnet.
Weitere Informationen unter: www.natur-freizeit.ch/wasserExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.