Verhandlungsbericht der Gemeinderatssitzung vom 19. August 2026
Ortskernentwicklung Zollikerberg: Nächste Planungsphase
Die Gemeindeversammlung vom 17. Juni 2026 genehmigte den Kredit von 600'000 Franken für die nächste Planungsphase der Ortskernentwicklung Zollikerberg. Diese Phase beinhaltet eine vertiefte Machbarkeitsstudie und anschliessend einen Architekturwettbewerb. Aufgrund ihrer Begleitung und ihres Vorwissens aus dem Partizipationsprozess Ortskernentwicklung Zollikerberg wird Kontextplan AG die Machbarkeitsstudie abschliessen. Danach erfolgt das qualitätssichernde Verfahren in Form eines "Architekturwettbewerbs - Studienauftrag im Dialog (SIA 143)", da dieses den bisherigen Ansatz des Austausches weiterführt. Dieses Verfahren hat den Vorteil, die Lösungsansätze bei komplexen räumlichen Entwicklungen und stark interdisziplinären Aufgabenstellungen im Dialog auf Fachebene (Fach- und Sachjury) zielführend weiter voranzutreiben. Der Gemeinderat ist mit der Vergabe der Machbarkeitsstudie an die Firma Kontextplan AG und dem Vorgehen für die Vergabe des Architekturwettbewerbs einverstanden; die Liegenschaftenabteilung vergibt den Auftrag innerhalb des von der GV bewilligten Kredits.
Teilrevision Bau- und Zonenordnung BZO: Festsetzungsverfügung Kanton Zürich
Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungsprüfung hat der Kanton Zürich die von der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2025 verabschiedete Teilrevision BZO mit zwei Vorbehalten genehmigt. Der Gemeinderat passte die Teilrevision entsprechend an; die ausführliche Medienmitteilung ist hier zu finden: Zollikon - Teilrevision BZO mit zwei Vorbehalten genehmigt. Die amtliche Publikation erfolgt im Zolliker Zumiker Bote vom 28. August 2026.
Neugestaltung der Wässerigwiese: Genehmigung Planungskredit
Die Vorabklärungen zur Neugestaltung der Wässerigwiese dienen einer optimalen öffentlichen Nutzung und Aufwertung des Seeufers. Ziel ist es, nach Abschluss des unterirdischen Kraftwerkbaus die Chance zu nutzen, das in die Jahre gekommene Areal komplett neu zu strukturieren. Zusammen mit den entsiegelten Trockenplätzen und einer Einwässerungsrampe für Boote soll eine parkähnlich gestaltete, durchgrünte Oase für Erholung und Spiel entstehen. Gleichzeitig generiert die Uferrevitalisierung die dringend benötigten, rechtskonformen ökologischen Ersatzflächen für andere gemeindeeigene Seebauten. Der Gemeinderat bewilligt dafür den Planungskredit im Betrag von 150'000 Franken, was eine nahtlose, zeitgerechte Projektierung des Projekts sichert.
Zolliker Jahrheft: Erneuerungswahl der Mitglieder
Der Gemeinderat hat die Mitglieder des Redaktionsteams des Zolliker Jahrhefts für die Amtsdauer 2026–2030 gewählt. Der Redaktionsleiter und sein Team stellte sich zur Wiederwahl und wurde bestätigt: Adrian Michael bleibt Redaktionsleiter, Hans-Ulrich Baumgartner, Urs Bräm, Richard Humm, Walter Letsch, Thomas Müller sowie Felix Wirz gehören der Redaktion an. Der Gemeinderat dankt dem ganzen Team für die Bereitschaft, weiterhin einen kulturell und historisch wertvollen Beitrag für das Gemeindeleben zu leisten.
Betriebskommission Schiessanlage Breitwis: Wahl Zolliker Vertretung
Für die Amtsdauer 2026-2030 wählte der Gemeinderat erneut Eric Wilms als Vertreter des Schützenvereins Zollikon und Peter Zimmermann, Leiter Sicherheit, als Sekretär mit Stimmrecht in die Betriebskommission der Schiessanlage Breitwis, Zumikon. Hermann Stern, Gemeinderat und Ressortvorsteher Sicherheit und Umwelt, wurde bereits an der Konstituierung vom 1. Juli 2026 in die Betriebskommission gewählt.
Reglement Geburtstagsgeschenke: Aufhebung
Beim Reglement Geburtstagsgeschenke für die Zolliker Bevölkerung und ehemalige Behördenmitglieder (102.37) handelt es sich um interne Vorgaben und um keine rechtsetzenden Bestimmungen. Da organisatorische Anpassungen künftig einfacher und flexibler umgesetzt werden sollen, ist die Regelung in Form einer internen Handhabungsregelung zweckmässiger. Der Gemeinderat hat daher das Reglement per sofort aufgehoben. Die zukünftige Vorgehensweise wird neu vom Gemeindepräsidenten zusammen mit dem Gemeindeschreiber bestimmt.
Kreditabrechnungen:
Büros ICT: Ausbau des ehemaligen Serverraums
Infolge des Umzugs des Serverraums wurden die dadurch frei gewordenen Bereiche in der Liegenschaft Bergstrasse 20 (Gemeindehaus) zu Büroarbeitsplätzen der ICT umgebaut. Die bestehenden Räumlichkeiten wurden rückgebaut und die notwendigen baulichen und technischen Anpassungen vorgenommen. Die Arbeitsplätze wurden modernisiert und den Bedürfnissen der ICT entsprechend gestaltet und ausgestattet. Für den Ausbau wurde ein Kredit von 130'000 Franken bewilligt. Das Projekt schliesst mit Mehrkosten von 12'370 Franken ab. Diese sind auf die Erstellung einer Glastrennwand für die Abtrennung eines Einzelbüro / Besprechungsraumes zurückzuführen.
Gemeindesaal: Teilersatz Beleuchtung
Im Allgemeinbereich des Gemeindesaals an der Rotfluhstrasse 96 wurde die veraltete und ineffiziente Beleuchtungsanlage durch moderne LED-Leuchten ersetzt. Das Projekt umfasste die Demontage der alten Beleuchtung, die Lieferung und Installation der neuen Leuchten sowie die erforderlichen Anpassungen an den Elektroanlagen. Mit der Umsetzung konnten die Beleuchtungsqualität im Gemeindesaal verbessert sowie die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit des Betriebs gesteigert werden. Für den Teilersatz wurde ein Kredit von 60'000 Franken bewilligt. Das Projekt schliesst mit Minderkosten von 2'763 Franken ab.
Villa Meier-Severini: Ersatz Wärmeerzeugung
Die bestehende Gasheizung in der Villa Meier-Severini an der Zolliker Strasse 86 hatte das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und entsprach nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben des Kantons Zürich. Die bestehende Wärmeerzeugung wurde zurückgebaut und durch eine Wärmepumpe mit Erdsonden ersetzt. Damit wurde die Wärmeversorgung des Gebäudes langfristig sichergestellt und den aktuellen energetischen Anforderungen angepasst. Für den Ersatz wurde ein Kredit von 265'000 Franken bewilligt. Das Projekt schliesst mit Minderkosten von 2'081 Franken ab.
Verhandlungsbericht Zirkulationsbeschluss vom 20. Juli 2026
Kommunale Richtplanung: Kredit und Vergabe der Raumplanungsleistungen
Mit Beschluss der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2025 (GV 2025-9) wurden die Rahmenkredite für die Gesamtrevision der Kommunalen Richt- und Nutzungsplanung (Kommunale Ortsplanung) bewilligt. Für die Erarbeitung und Durchführung der Ortsplanungsrevision ist die Begleitung durch ein Raumplanungsbüro notwendig. Aufgrund der durgeführten Submission im offenen Verfahren vergibt der Gemeinderat den Zuschlag für die Begleitung der Gesamtrevision der Richtplanung an das Raumplanungsbüro EBP Schweiz, Zürich, zu einem Betrag von 150'900 Franken. Die Gesamtrevision der Ortsplanung wird damit im August 2026 starten.