Verhandlungsbericht der Gemeinderatssitzung vom 24. Juni 2026

1. Juli 2026
Der Verhandlungsbericht informiert über das Wesentlichste der einzelnen Geschäfte der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Gemeindeversammlung: Verabschiedung Traktandenlisten

An der Gemeindeversammlung vom 2. September 2026 entscheidet der Souverän über die nachstehenden Geschäfte:

  1. Musikschule Zollikon: Kredit für Gesamtinstandsetzung und Umnutzung der Dachgeschosswohnung zu Unterrichtsräumen
  2. Schulanlage Rüterwis, Gebäude D: Kredit für die Instandsetzung des Dachs und Installation einer Photovoltaikanlage
  3. Wohn- und Pflegezentrum Blumenrain: Kredit für die Instandsetzung des Dachs und Installation einer Photovoltaikanlage

Die Gemeindeversammlung findet im Gemeindesaal statt und startet um 19.15 Uhr.

Der Gemeinderat empfiehlt die Geschäfte zur Annahme. Der Einladungsflyer mit einer Kurzdarstellung der traktandierten Geschäfte wird bis Ende Juli allen Haushaltungen zugestellt. Alle Unterlagen im Detail sind ab diesem Zeitpunkt auf der Website ersichtlich. Die amtliche Publikation erfolgt am 17. Juli im Zolliker Zumiker Bote.

Gemeindeversammlungen: Neue Uhrzeit Beginn

In der Vergangenheit begannen die Gemeindeversammlungen aufgrund der hohen Anzahl an Geschäften jeweils um 19.15 Uhr. In diesem Zusammenhang wurde festgelegt, dass auch künftige Gemeindeversammlungen zu diesem Zeitpunkt starten.

Stellenplan 2026/2027: Genehmigung 

Der Gemeinderat hat den Stellenplan 2026/2027 der Gemeindeverwaltung Zollikon – mit Einschluss des Wohn- und Pflegezentrums Blumenrain, aber ohne Schule – mit 246.85 Vollzeitstellen festgesetzt. Neu geschaffen werden Stellen im Umfang von 260 % in den Bereichen Gesellschaft (50 %), Präsidiales (10 %), Sicherheit und Umwelt (30 %), Liegenschaften (120 %) sowie Finanzen (50 %).

Fonds Nachlass Mina Schlatter: Rechenschaftsbericht 2025 

Die 2001 verstorbene Mina Schlatter-Schild vermachte der Gemeinde einen Nachlass in der Höhe von rund 2,3 Mio. Franken. Gemäss Fondsreglement können "Bedürftige der Alters- und Pflegeheime Zollikon sowie die Alters- und Pflegeheime Zollikon" unterstützt werden. 2025 wurden Beiträge in der Höhe von Fr. 10'115.75 ausbezahlt und ein Zinsertrag von Fr. 23'568.90 gutgeschrieben. Demzufolge hat sich das Fondsvermögen um Fr. 13'453.15 erhöht. Der Gemeinderat genehmigte den Rechenschaftsbericht zum Fonds Nachlass Mina Schlatter-Schild per 31. Dezember 2025.

Baubehörde: Ersatzwahl eines Mitglieds für die Amtsdauer 2026-2030

Alain Clavadetscher hat infolge Wegzugs aus der Gemeinde beim Bezirksrat Meilen um Entlassung aus der Baubehörde ersucht. Der Bezirksrat hat sein Gesuch bewilligt und den Gemeinderat aufgefordert, eine Ersatzwahl anzuordnen. Alain Clavadetscher bleibt bis zur erfolgten Wahl einer Nachfolgerin bzw. eines Nachfolgers im Amt. Der Gemeinderat hat die Ersatzwahl mit Beschluss vom 24. Juni 2026 angeordnet. Gemäss Art. 8 der Gemeindeordnung von Zollikon ist bei Ersatzwahlen das Verfahren mit stiller Wahl vorgesehen. Eine stille Wahl kommt zustande, wenn nach dem Fristenablauf nicht mehr Wahlvorschläge eingegangen als Ämter zu besetzen sind. Ist die Zahl der vorgeschlagenen Kandidierenden grösser, erfolgt die Wahl mit einem leeren Wahlzettel und einem Beiblatt an der Urne. Sofern eine Urnenwahl durchgeführt werden muss, findet der erste Wahlgang am Sonntag, 29. November 2026, statt. Ein allfälliger 2. Wahlgang wurde auf den 28. Februar 2027 festgesetzt. Die amtliche Publikation erfolgt am 3. Juli 2026 im Zolliker Zumiker Bote.

Fachbeirat Kultur: Erneuerungswahl der Mitglieder für die Amtsdauer 2026-2030

Der Gemeinderat hat die Mitglieder des Fachbeirats Kultur für die Amtsdauer 2026-2030 gewählt. Zwei bisherige Mitglieder sowie fünf neue Mitglieder werden künftig im Fachbeirat mitwirken. Das Gremium berät den Gemeinderat in kulturellen Belangen und begleitet unter anderem die strategische Weiterentwicklung des geplanten Kulturhauses Zollikon in der Villa Meier-Severini. Bei der Zusammensetzung wurde auf unterschiedliche fachliche Kompetenzen sowie auf eine enge Verbindung der Mitglieder zur Gemeinde Zollikon geachtet.

Gebietsentwicklung Lengg: Weiterführung Projekt mit Zolliker Beteiligung

Der Gemeinderat hat mit dem kantonalen Amt für Raumentwicklung eine Vereinbarung über die Weiterführung des Projekts für die kommenden drei Jahre abgeschlossen. Er leistet in den Jahren 2027 bis 2030 einen leicht erhöhten Kostenbeitrag von 18'059 Franken pro Jahr an das Gebietsmanagement Lengg. Trägerschaft des Projekts sind nebst dem Kanton die beteiligten Spitäler des Spitalclusters Lengg, die ETH und die Stadt Zürich. Zollikon hat als Standort eines Teilareals der Epilepsieklinik sowie wegen der grossen Auswirkungen der baulichen Entwicklung auf die Gemeinde ein erhebliches öffentliches Interesse, direkt am Projekt beteiligt zu sein, um die Zolliker Anliegen unmittelbar vertreten zu können.

Grundbuch: Löschen nicht mehr benötigter Dienstbarkeiten

Zur Bereinigung von Grundbucheinträgen auf privaten und gemeindeeigenen Grundstücken werden alte, nicht mehr benötigte Dienstbarkeiten gelöscht.

Liegenschaft Oberhub 78, Zollikerberg: Verzicht auf Ausübung des Vorverkaufsrecht 

Gemäss § 64 des Planungs- und Baugesetzes stehen der Gemeinde an Grundstücken oder Grundstückteilen in der Freihalte- oder Erholungszone zu den Bedingungen der jeweiligen Käuferin bzw. des Käufers ein unbefristetes, in jedem Verkaufsfall gültiges gesetzliches Vorkaufsrecht zu. Aufgrund des Verkaufs der Liegenschaft Oberhub 78 – Tennisanlage inklusive Clubhaus –, Zollikerberg, wurde die Gemeinde Zollikon vom Grundbuchamt Riesbach-Zürich eingeladen, das Vorkaufsrecht betreffend die Liegenschaft Oberhub 78, Kat.-Nr. 8022, im Zollikerberg zu prüfen. Der Gemeinderat entschied, auf die Ausübung des Vorkaufsrecht zu verzichten.

Lehrpersonalgesetz: Beteiligung an der Abstimmungskampagne

An der Volksabstimmung vom 27. September 2026 wird über die Änderung des Lehrpersonalgesetzes abgestimmt. Die Vorlage bringt jährlich wiederkehrende Mehrkosten für Kanton und Gemeinden von rund 83 Mio. Franken. Davon haben die Gemeinden jährlich rund 67 Mio. Franken zu übernehmen, ohne dass sie über den Inhalt von Vorlagen und damit über die Kosten im Volksschulbereich mitentscheiden können. Gegen die geplante Gesetzesänderung haben mehrere Städte und Gemeinden das Referendum ergriffen. Zollikon gehört nicht zu diesen Gemeinden, der Gemeinderat hat aber gleichwohl entschieden, eine finanzielle Beteiligung an der Abstimmungskampagne von 2'500 Franken auszurichten.