Kulturhaus Zollikon in der Villa Meier-Severini

Die Villa Meier-Severini an der Zolliker Strasse 86 soll künftig als öffentliches Kulturhaus genutzt werden. Ziel ist es, die historische Gesamtanlage langfristig zu sichern, ihre denkmalpflegerischen Qualitäten zu erhalten und sie als offenen Ort für Kultur, Begegnung und Vermittlung dauerhaft für die Bevölkerung zugänglich zu machen.

Mit dem Grundsatzentscheid vom 15. Mai 2024 hat der Gemeinderat beschlossen, das Ortsmuseum und die Villa Meier-Severini zu einer gemeinsamen Kulturinstitution zusammenzuführen. Das heutige Ortsmuseum an der Oberdorfstrasse 14 soll seinen bisherigen Standort aufgeben und in die Villa Meier-Severini integriert werden. Die neue Institution trägt den Namen «Kulturhaus Zollikon».

Das Kulturhaus Zollikon soll Raum für Ausstellungen, Veranstaltungen, Workshops, Vermittlungsangebote und Begegnungen bieten. Neben ortsgeschichtlichen Themen finden dort künftig auch Kunst, kulturelle Projekte sowie Kooperationen mit Vereinen, Schulen und weiteren Partnern Platz. Die historische Gartenanlage soll als öffentlich zugänglicher Kultur- und Aufenthaltsraum genutzt werden.

Für die Umsetzung sind bauliche Massnahmen erforderlich. Dazu gehören insbesondere die Verbesserung der Barrierefreiheit, Brandschutzmassnahmen sowie die Instandsetzung der Gebäudetechnik und der Sanitäranlagen. Die Planung erfolgt in enger Abstimmung mit der kantonalen Denkmalpflege und weiteren Fachstellen.
 

Lage

Die Villa Meier-Severini befindet sich an der Zolliker Strasse 86 südlich des Dufourplatzes. Das 4'244 m² grosse Grundstück liegt an erhöhter Lage inmitten eines historischen Villenquartiers und umfasst die Villa, Nebengebäude sowie eine parkartige Gartenanlage. Von der Liegenschaft eröffnet sich ein einzigartiger Blick über den Zürichsee, die Albiskette mit dem Uetliberg und auf die Stadt Zürich.

Geschichte

Die Villa Meier-Severini mit ihrer Gartenanlage und den Nebengebäuden wurde 1923 erbaut. Bauherr Robert Meier war verheiratet mit Angela Severini, was der Villa ihren heutigen Namen gab. Im Jahr 1950 erwarb die Gemeinde Zollikon die Liegenschaft. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Villa vorwiegend als Wohnhaus genutzt und um 1970 zu mehreren Wohnungen umgebaut.

1979 wurden die Villa, die Nebengebäude und die Gartenanlage in das Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte von regionaler Bedeutung im Kanton Zürich aufgenommen. Zwischen 1991 und 1998 nutzte die Stiftung für Eisenplastik, Sammlung Dr. Hans Koenig, die Villa und die Gartenanlage für Ausstellungen. Mehrere Skulpturen der Stiftung befinden sich bis heute auf dem Grundstück.

Seit 2009 wird die Liegenschaft wieder durch die Gemeinde genutzt. Neben einer Wohnung im Dachgeschoss vermietet sie die übrigen Räume an Dritte für kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen, Sitzungen oder Ziviltrauungen.

Projektstand und Termine

Die Grundlagenermittlung und Projektentwicklung dauern voraussichtlich bis Herbst 2026. Der Entscheid über den Ausführungskredit ist für die Gemeindeversammlung im März oder Juni 2027 vorgesehen.

Die Zustimmung der Gemeindeversammlung zu den erforderlichen Krediten sowie die Erteilung der notwendigen Bewilligungen vorausgesetzt, ist die Realisierung des Projekts zwischen 2028 und Ende 2029 vorgesehen. Die Eröffnung des Kulturhauses Zollikon ist aus heutiger Sicht Ende 2029 oder Anfang 2030 geplant. Die Terminplanung basiert auf dem heutigen Projektstand und kann sich im Verlauf der weiteren Planung ändern.