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Urban Legends – sagenhafte Geschichten von heute?

10. Januar 2020
Die Spinne in der Yucca-Palme ist nur ein Beispiel für eine moderne Sage. Am 19. Januar 2020, um 15.00 Uhr wird im Ortsmuseum anlässlich der aktuellen Sonderausstellung "Sagenhaft" thematisiert, was "Urban Legends" mit den klassischen Sagen verbindet und wie sie sich unterscheiden. Dr. Simone Stiefbold, Kulturwissenschaftlerin und Erzählforscherin, analysiert die Sagenwelt erzähltheoretisch. Dabei stützt sie sich auf anschauliche sagenhafte Geschichten.

Sagen sind mündlich überlieferte Geschichten, die etwas Unerklärliches erklären. Meistens stehen Naturphänomene, - nicht selten solche, die uns Angst machen -, am Ursprung einer Sage. Als Erklärung dienen oft Kreaturen mit übersinnlichen Kräften oder furchteinflössende Monster. Durch das Erzählen von Sagen können aber auch schreckliche Ereignisse, die Traumata oder Ängste auslösen, verarbeitet werden. Noch heute ist die Lust an der Angst Auslöser für sagenhafte Geschichten, die im Vergleich zu klassischen Sagen jedoch oft weniger ernsthaft sind.

Simone Stiefbold, Oberassistentin am Institut für Sozialanthropologie und empirische Kulturwissenschaften der Universität Zürich, vergleicht die klassischen Sagen mit modernen Sagen, die oft als "Urban Legends" oder Grossstadtmythen bezeichnet werden. Sind diese sagenhaften Geschichten von heute, die einer Bekannten von einem Bekannten widerfahren sind, Sagen? Welche Erzählelemente brauchen Sagen und wie grenzen sie sich von anderen fantastischen, schaurigen Geschichten ab?

Ortsmuseum

sagenhaftBlick in die Ausstellung Sagenhaft (Foto: Louis Rafael Rosenthal).

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