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Neubau WPZ Blumenrain, Spatenstich

8. November 2013

Am Mittwoch, 6. November 2013, ist es endlich soweit: Nach einer mehrjährigen, intensiven Planungs- und Vorbereitungsphase erfolgt der Spatenstich für den Bau des neuen Wohn- und Pflegezentrums Blumenrain in Zollikon. In einer rund zweijährigen Bauzeit entsteht im Blumenrain ein modernes Zentrum mit 102 Pflegeplätzen, zehn altersgerechten Wohnungen im Attikageschoss und zahlreichen Dienstleistungen – wie zum Beispiel ein Restaurant, eine Arztpraxis oder ein Coiffeurgeschäft – die auch dem Quartier zu Gute kommen.

Lange Entstehungsgeschichte
Bis zum Spatenstich war ein langer Vorlauf mit vielen Entscheidungsschritten zurück-zulegen. Bereits vor über zehn Jahren wurde intensiv darüber nachgedacht, wie die beiden Altersheime Beugi und Am See erneuert bzw. erweitert werden könnten. Die Pläne für die Erweiterung des Beugi liessen sich allerdings nicht realisieren, weil sich der Bau nicht befriedigend in die Kernzone im Dorfzentrum einordnen liess.

2006 nahm der Gemeinderat mit dem Projekt Alterskonzept einen neuen Anlauf. Im Rahmen der Projektarbeiten wurde nach einer sorgfältigen Bedürfnisabklärung eine umfassende Strategie für die Betreuung und Pflege im Alter definiert und die Ziele für die stationäre Langzeitpflege formuliert. Bei den Abklärungsarbeiten hatte sich gezeigt, dass der Betrieb eines modernen Pflegeheims auf einen Standort konzentriert werden muss, um betriebswirtschaftlich sinnvolle Abläufe zu erreichen. Aus der Evaluation möglicher Standorte in Zollikon (und Zollikerberg) ging schliesslich das Areal Blumenrain als bestmöglicher Standort für den Bau des neuen Wohn- und Pflegezentrums hervor. Im Dezember 2009 genehmigte die Gemeindeversammlung einen Kredit für die Durchführung eines Wettbewerbs für ein neues Wohn- und Pflegezentrum auf diesem Areal. Die Architekten von Ballmoos Krucker und ihre Fachpartner gewannen mit einem überzeugenden Projekt den international ausgeschriebenen Wettbewerb. Nach der Umzonung und der Genehmigung des Gestaltungsplans wurde an der Gemeindeversammlung im Sommer 2011 auch der Projektierungskredit gutgeheissen und im März 2013 bewilligten die Stimmberechtigten an der Urnenabstimmung mit sehr deutlichem Mehr den Baukredit von 52 Mio. Franken.


Ein kleines Quartier entsteht
In rund zweieinhalb jähriger Bauzeit wird ein markantes, aber dennoch sanft in den umgebenden Grünraum eingebettetes Gebäude entstehen. Mit seiner architektonischen Qualität und betrieblichen Funktionalität wird das neue Wohn- und Pflegezentrum Blumenrain ein Zeichen setzen für eine zeitgemässe Interpretation von Pflege und Betreuung. Aus dem Inneren heraus - und damit für den Alltag der Bewohnenden entwickelt – bringt das Gebäude menschliche Bedürfnisse nach Privatheit und Diskretion mit Teilhabe an Licht, Sonne und öffentlichem Leben in eine subtil ausbalancierte Übereinstimmung.

Mit seinen vielfältigen Beziehungen zur Aussenwelt ist das Haus als kleines Quartier im Quartier konzipiert. Die Kinderkrippe und der Spielplatz im Garten schaffen Beziehungen zwischen Jung und Alt. Das öffentlich zugängliche Restaurant im Erdgeschoss und weitere Dienstleistungseinrichtungen schaffen vielfältige Begegnungszonen für Bewohnende, Besucherinnen und Besucher und die Quartierbevölkerung. Die Wohngeschosse bieten überblickbare Nachbarschaft in den Wohngruppen und Rückzugsmöglichkeit in die Privatsphäre des Einzelzimmers. Für Paare lässt sich ein Teil der Zimmer einfach zu einer Duplexeinheit verbinden. Eine speziell konzipierte Wohngruppe mit geschütztem Aussenbereich ist auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz zugeschnitten. Im Attikageschoss runden altersgerechte Wohnungen und eine Arztpraxis das vielfältige Angebot unter einem Dach ab.


Ein komplexes Bauwerk — Beginn der Bauphase
Die spezifische Gebäudeform, die vielfältigen Nutzungsanforderungen, die hohen Sicherheits- und Umweltnormen, die anspruchsvollen Vorgaben bei Qualität, Terminen und Kosten sind hohe Herausforderungen für Planer, Bauleitung und Unternehmer in fachlicher, organisatorischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Diese vielfältigen Anforderungen müssen jetzt in der Bauphase umgesetzt werden, damit die hohen Ziele erreicht werden können. Viele verschiedene Handwerker werden bei jeder Witterung ihr Fachwissen für das WPZ Blumenrain einsetzen und einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen des Neubaus leisten.

Für die Nachbarschaft werden die Bauarbeiten zu gewissen verkehrstechnischen Einschränkungen und Emissionen führen. Die Verantwortlichen der Baustelle sind bemüht, die Unannehmlichkeiten möglichst gering zu halten. Bei Problemen ist die Bauleitung vor Ort oder Michael Bucher von der Liegenschaftenabteilung der Gemeinde Ansprechpartner. 


Weitere Informationen zum Neubauprojekt finden Sie unter unserer Projektseite.