Inhalt

Neubau WPZ Blumenrain, "Bald lüftet sich der Schleier"

14. Januar 2011
Ein Projektwettbewerb sollte Lösungsmöglichkeiten für ein zeitgemässes, zukunftstaugliches Wohn- und Pflegezentrum auf dem Areal Blumenrain aufzeigen und die Basis für das weitere Vorgehen legen. Der Wettbewerb ist abgeschlossen, die Jury hat den Sieger erkoren.

Die Wettbewerbsergebnisse über das Wohn- und Pflegezentrum (WPZ) Blumenrain sind beeindruckend und werden für die Öffentlichkeit über eine Ausstellung in der Villa Meier-Severini zugänglich gemacht.

Ausgangspunkt Alterskonzept
Das WPZ Blumenrain ist in das Zolliker Alterskonzept eingebettet. Dieses baut zunächst auf familiäre und nachbarschaftliche Hilfe sowie auf ambulante Angebote. Die Gemeinde springt mit stationären Leistungen erst dort ein, wo diese Angebote nicht mehr ausreichen. Rund die Hälfte der Nachfrage nach Pflegeplätzen deckt Zollikon über Verträge mit verschiedenen Pflegeeinrichtungen ab. Die darüber hinaus benötigten Pflegeplätze sollen im neuen WPZ Blumenrain bereitgestellt werden. Es ersetzt die in die Jahre gekommenen, den heutigen Anforderungen nicht mehr genügenden Heime Beugi und Am See.

Wettbewerb schafft Sicherheit
An der Gemeindeversammlung vom Dezember 2009 gaben die Zolliker Stimmberechtigten mit der Kreditgenehmigung für einen Projektwettbewerb grünes Licht für die Planung des neuen Wohn- und Pflegezentrums auf dem Areal Blumenrain. Zuvor war dieser Standort in einem aufwändigen, kooperativen Verfahren evaluiert worden. Auf dem Areal Blumenrain soll ein Projekt realisiert werden, das den Anforderungen an ein zeitgemässes Wohn- und Pflegezentrum auch langfristig entspricht. Für 110 pflegebedürftige Menschen soll ein Raumangebot bereitgestellt werden, das ein angenehmes Umfeld schafft, sich künftigen Entwicklungen gut anpassen lässt und auf eine Nutzungsdauer von mindestens 30 Jahren ausgelegt ist.

Architektenteams mit Spezialisten verstärkt
Auf die Teilnehmenden am Wettbewerb wartete eine anspruchsvolle Aufgabe. Der Neubau muss architektonisch hohen Ansprüchen genügen, sich gut in die gewachsene Siedlungsstruktur und in die Umgebung eingliedern, so lautete die siedlungsplanerische Herausforderung. Auch betrieblich und energetisch waren strenge Auflagen zu erfüllen. Effiziente Abläufe und flexible Strukturen sollten eine hohe Wirtschaftlichkeit garantieren. Energetisch musste der Minergie-P Eco Standard erfüllt sein. Das stellt sicher, dass die Energiekosten tief gehalten sowie gesundheitliche und bauökologische Aspekte umgesetzt werden können. Wegen der hohen Anforderungen mussten die Architekten, Landschafts¬architekten, Bauingenieure und Energieberater mit ins Team nehmen. Es beteiligten sich neun Teams: Sieben aus der Schweiz, eines aus der Schweiz/Holland und eines aus Grossbritannien.

Nahe am Puls
Das Wohn- und Pflegezentrum Blumenrain soll leben. Es soll ein Ort der Begegnung sein. Restaurant und Cafeteria waren durch die Wettbewerbsteilnehmenden deshalb öffentlich zu gestalten. Damit soll der direkte Kontakt zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern einerseits und dem Umfeld anderseits gefördert werden. Nebst Wohneinheiten für leicht bis schwer pflegebedürftige Menschen und für Patientinnen und Patienten mit einer Demenz¬erkrankung sind Angebote im Bereich der Übergangspflege, Palliative Care sowie zur Entlastung von Angehörigen vorgesehen. Im Dienstleistungsbereich sind Einkaufs¬mög¬lichkeiten für den persönlichen Bedarf, Therapieräume, Coiffeur, Arztpraxis und Räume für weitere persönliche Dienstleistungen angesiedelt. Eine Kindertagesstätte soll es Eltern erleichtern, im WPZ Blumenrain zu arbeiten.

Viele Ideen – ein Sieger – enger Zeitplan
Die Vielfalt der Arbeiten ist beeindruckend, die Qualität hoch. In den nächsten Tagen orientiert der Gemeinderat die Medien über die Ergebnisse des Wettbewerbs und über das Siegerprojekt. Dieses wird weiterverfolgt. Bereits auf die Gemeindeversammlung vom Juni 2011 werden Antrag und Weisung für einen Kredit für das Vor- und Bauprojekt vorbereitet. Parallel dazu können erste Arbeiten im Hinblick auf die Entwicklung des Gestaltungsplans in Angriff genommen werden. Dieser wird voraussichtlich der Gemeindeversammlung vom Dezember 2011 vorgelegt. Die Urnenabstimmung zum Objektkredit für die Realisierung des WPZ Blumenrain wird frühestens 2013 stattfinden.

Einladung zur Präsentation der Wettbewerbsergebnisse für die Bevölkerung

Das Siegerprojekt und die Wettbewerbsarbeiten sind für Interessierte vom 20. bis 25. Januar 2011 in der Villa Meier-Severini ausgestellt. Modelle und Pläne vermitteln einen Eindruck von den zahlreichen guten Ideen der neun Teams, die am Wettbewerb teilge¬nommen haben.

Am Donnerstag, 20. Januar 2011, um 19:00 Uhr, findet in der Villa Meier-Severini am Dufourplatz in Zollikon eine Vernissage für die Bevölkerung statt.
Die Gemeindepräsidentin Katharina Kull-Benz, Gesundheitsvorstand Urs Fellmann sowie Peter Ess, Moderator des Beurteilungsgremiums präsentieren die Wettbewerbsergebnisse und führen durch die Ausstellung.

Öffnungszeiten: werktags von 16.00 bis 19.00 Uhr, Samstag und Sonntag je von 14.00 bis 17.00 Uhr.
Führung durch die Ausstellung: am Dienstag, 25. Januar 2011 von 17.00 bis 18.00 Uhr.

Bei der Gemeinde ist ein Flyer mit vertieften Informationen verfügbar. Informationen zum Siegerprojekt sind ab 20. Januar 2011 auch auf der Webseite www.zollikon.ch unter „Leben im Alter“ aufgeschaltet.